wirbellose / gliederfüßer

Die Gliederfüßer sind ein außerordentlich erfolgreicher Tierstamm, der alle Lebensräume erobert hat. In den Wandvitrinen werden Krebstiere, Spinnentiere und Tausendfüßer präsentiert. Der Großteil des Saales ist der ungeheuren Artenvielfalt der Insekten gewidmet.

 

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saal 24 - gliederfüßer - krebstiere, spinnentiere, tausendfüßer, insekten

Im Saal 24 präsentieren wir Ihnen Biologie und Lebensräume der artenreichsten Tiergruppe. Unser Amazonas-Diorama entführt Sie in die Welt des Regenwaldes. Anhand der systematischen Aufstellung heute lebender Insekten können Sie dem Weg der Evolution von den Urinsekten bis zu den Schmetterlingen folgen.
 

Insekten (Insecta)

bevölkern alle Lebensräume der Erde. Etwa 1 Million Arten sind bisher wissenschaftlich beschrieben. Forscher schätzen jedoch, dass noch weitere 3 bis 5 Millionen Arten darauf warten, entdeckt zu werden.

Zahlreiche überlebensgroße Insektenmodelle und Dioramen laden den Besucher dazu ein, die erstaunlichen Lebensweisen, wunderschönen Formen und Farben der Insekten sowie deren immense Bedeutung kennenzulernen.
 

Hirschkäfer
größter europäischer Käfer

Hirschkäfer leben meist in der Nähe von Eichen und können bis zu 7 cm lang werden. Ihre Larven sehen aus wie große Engerlinge. Sie brauchen verrottendes Eichenholz, um sich darin zu entwickeln. Deshalb sollte altes Eichenholz im Wald verbleiben. Die Männchen der Hirschkäfer sind fast doppelt so groß wie die Weibchen. Ihr Kiefer sind zu „Geweihen“ umgebildet, mit denen sie Rangkämpfe führen. Sie versuchen damit ihren Gegner auf den Rücken zu legen oder von einem Ast zu hebeln. Zum Kauen und Beißen sind die Geweihe nicht mehr geeignet. Sie lecken daher an natürlichen Wunden in der Baumrinde und nehmen den austretenden Saft als Nahrung auf.
 

Herkuleskäfer
Rekordhalter im Gewichtheben

Herkuleskäfer können das 850fache ihres Körpergewichts auf dem Rücken tragen. Wäre ein Mensch so stark, so könnte er einen Panzer hochstemmen. Tatsächlich liegt der Weltrekord im Gewichtheben aber bei „nur“ 250 kg. Herkuleskäfer sind in Zentralamerika heimisch und gehören zu den größten Käfern der Welt.
 

Honigbienen – das Museum summt

Im Insekten-Saal sehen Sie ein lebendiges Honigbienenvolk. Bienen haben hohe wirtschaftliche Bedeutung für den Menschen. Imker gewinnen nicht nur Honigs, sondern auch Kerzenwachs. Seit 2013 wohnen auch am Dach des Museums zwei Bienenvölker, die von den Stadtimkern betreut werden. Die Arbeit in einem Bienenstock ist streng geordnet: je nach Lebensalter hat eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Die erste Lebenshälfte arbeitet eine Honigbiene im Stock, danach beginnt sie mit Sammelflügen. Aus dem gesammelten Blütennektar wird Honig hergestellt. Bei der Heimkehr in den Stock führen die Bienen komplizierte Schwänzeltänze auf, um ihren Genossinnen die Lage und Entfernung von Futterplätzen mitzuteilen.
 
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Termiten
die kleinsten Baumeister der Welt

Termiten sind Staaten bildende Insekten. Da sie den Ameisen ähnlich sehen, werden sie auch fälschlich als „weiße Ameisen“ bezeichnet. Sie sind jedoch näher mit den Schaben und Gottesanbeterinnen verwandt.  Termitenbauten können sehr unterschiedlich aussehen: riesige Baumnester, kleine pilzförmige Strukturen am Waldboden oder mächtige Burgen mit steinharten Wänden in der afrikanischen Savanne. Männliche und weibliche Arbeiter sind für den Nestbau zuständig. Manche Termitenarten legen sogar Pilzgärten in ihren Nestern an und züchten sich so ihre eigene Nahrung. Das Innere eines Termitenbaus besteht aus einem ausgeklügelten System von Gängen und Schloten. Diese dienen nicht nur der Versorgung, sondern auch der Belüftung und Kühlung. Ihre raffinierte Klimatechnik ist der menschlichen Ingenieurskunst weit überlegen.

Vogelfalter – die größten Tagfalter

Vogelfalter leben auf Neuguinea und den benachbarten Inseln. Wegen seiner Größe hielt man das erste Exemplar eines Viktoriavogelfalters für einen Vogel. Er wurde mit der Schrotflinte erlegt. Die männlichen Vogelfalter haben überaus farbenfrohe Flügel, während die Weibchen unauffällig braun und grau sind.
 
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Stubenfliege – immer bei uns

Gemeinsam mit dem Menschen haben Stubenfliegen fast alle Klimazonen der Welt erobert. Durch den ständigen Ortswechsel zwischen Nahrungsmitteln und Exkrementen werden sie zum Überträger von Krankheiten.
 
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