gänge im hochpaterre

In den Gängen des Hochparterres werden zwei Themen präsentiert: links von der Hauptstiege das Phänomen „Eiszeit“ im Lauf der Erdgeschichte sowie die bedenklichen klimatischen Entwicklungen im 20. und 21. Jahrhundert und rechts von der Hauptstiege die Grundlagen der Evolution.
Während der Eiszeiten lassen Klimaänderungen die Eismassen der Polkappen und die Gletscher der Gebirge wachsen. Diese Phasen sind Teil der Erdgeschichte und wichtig für die Entwicklung des Lebens. Eiszeiten gibt es seit mehr als 2 Milliarden Jahren, ihre Ursachen werden erst allmählich entschlüsselt. Die erste und älteste Vereisung ereignete sich vor 2,5 Milliarden Jahren. Durch Bakterien-Photosynthese gelangte zunehmend Sauerstoff in die Atmosphäre, und es bildete sich Ozon. Gleichzeitig verbrauchten die Lebewesen bei der Photosynthese Treibhausgas (Kohlendioxid; CO2). Mit der Reduktion der wärmenden Strahlung sanken auch die Temperaturen - erste Eiskappen an den Polen entstanden.
Die zweite Vereisungsphase folgte vor 700 Millionen Jahren. Mehrere extreme, bis 10 Millionen Jahre dauernde Kaltphasen wechselten damals mit kurzen Wärmephasen und verwandelten die Erde in einen „Schneeball“. Auch vor 450, 360 und 300 Millionen Jahren, im Ordovizium, Devon und Karbon, bildeten sich dicke Eiskappen.
Die jüngste Kälteperiode der Erdgeschichte begann bereits vor 30 Millionen Jahren. Die allmähliche Abkühlung gipfelte im Einsetzen der heutigen Eiszeitzyklen vor 2,8 Millionen Jahren. Tatsächlich leben wir heute in der Warmzeit einer Eiszeit, die als Holozän bezeichnet wird.  Die Kaltzeit davor (Würm-Kaltzeit) dauerte 100.000 Jahre. Auch die gegenwärtige Warmzeit ist durch kleinere Klimaschwankungen geprägt. Diese Klimaschwankungen wurden oft durch vulkanische Aschewolken ausgelöst, die die Sonneneinstrahlung abschwächten. Ihr Einfluss auf die Menschheitsgeschichte ist gewaltig.
Die Ausstellung versucht so, eine Verbindung zwischen der prähistorischen Eiszeit, mit ihrer typischen Tierwelt, und der derzeitigen Klimaentwicklung herzustellen.