Holz für Salz - Das prähistorische Salzbergwerk von Hallstatt und seine Arbeitsabläufe

 

Sparkling Science 2012-2014

Das Hallstätter Salzbergtal zählt zu den ältesten und am besten dokumentierten Bergbauregionen der Welt. Bereits vor 3500 Jahren wurde hier in großem Ausmaß Salz untertägig abgebaut und europaweit verhandelt.
 
Salz war bis in die frühe Neuzeit für die Konservierung von Lebensmitteln unverzichtbar.
Die Spuren dieses hoch organisierten, nahezu industriell geführten Bergbaus lassen sich im Bergwerk dank der konservierenden Wirkung des Salzes in außergewöhnlicher Detailgenauigkeit fassen. Milliarden abgebrannter Leuchtspäne, tausende gebrochene Werkzeuge und unzählige Grubenhölzer blieben in den prähistorischen Abbaurevieren zurück und erlauben die Rekonstruktion fast aller Arbeitsabläufe.
 
 
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Die überwältigende Mehrheit dieser Arbeitsgeräte ist aus Holz gefertigt. Somit war dieser Rohstoff von zentraler Bedeutung. Eine kontinuierliche, zuverlässige Versorgung mit diesem Werkstoff war eine Grundvoraussetzung für den Fortgang des Salzabbaus. Zahlreiche Fundstücke belegen darüber hinaus einen sorgsamen und vorausschauenden Umgang mit Betriebsmitteln und Ressourcen.
 
Im Rahmen dieses Projekts sollen die Bereitstellung, Bringung, Verarbeitung und Verwendung der Ressource Holz für den Hallstätter Salzbergbau aufgearbeitet werden. Ausgehend von der Analyse der Verwendungsspuren an den Originalholzfunden werden alle Arbeitsschritte vom Fällen der Bäume bis zum Einsatz der fertigen Holzgeräte im Bergwerk im Sinne der Experimentellen Archäologie nachgestellt und dokumentiert.
 
 
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Die derart gewonnenen Daten bilden die Grundlage für computerbasierte Simulationsmodelle, mit deren Hilfe Ressourcenmanagement und Arbeitsabläufe der prähistorischen Salzbergwerke modelliert werden.
 
Die SchülerInnen werden sowohl in die Herstellung der Rekonstruktionen als auch in das Studium der Arbeitsabläufe mit einbezogen. Sie lernen prähistorische Arbeitsabläufe und somit den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Holz kennen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch im Hinblick auf Gegenwart und Zukunft diskutiert werden.
 
 
 
Beteiligt:
 
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Holzforschung http://holzverwendung.boku.ac.at/Projekte.html
 
Technische Universität Wien, Institut für Analysis und Scientific Computing
 
Salinen Tourismus GmbH www.salzwelten.at
 
7reasons Medien GmbH www.7reasons.at
 
Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule für Forstwirtschaft Bruck / Mur http://forstschule.at/de/holz-fuer-salz
 
Welterbe-Neue Mittelschule-Bad Goisern http://www.welterbe-mittelschule.at/
 
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