Jagd in der Diskussion

Von der Freizeitjagd zum Ökomanagement?

Mittwoch, 03. April 2024, 18:00 Uhr | NHM Vortrag
Gemeinsame Veranstaltung des Naturhistorischen Museums Wien und der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich

Anlässlich des laufenden Volksbegehrens für ein Bundesjagdgesetz veranstaltet die Zoologisch-Botanische Gesellschaft in Österreich gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum Wien ein Symposium. Unter dem Motto „Von der Freizeitjagd zum Ökomanagement?“ wird eine breite Themenpalette aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Von Wildtier- und Tierschutzgenetik, Biodiversitätsforschung, Wildtiermanagement und Forst-Jagd-Thematik bis hin zur Tierethik. Vier Impulsvorträge bilden die Basis für eine anschließende offene Diskussion mit den Vortragenden.

Moderation: Undine Kurth

Impulsreferate mit anschließender Podium-Publikumsdiskussion:

18:00 Begrüßung

18:10-18:40 Markus Wild (Universität Basel)
Jagd als Mythenpflege

18:40-19:00 Frank Zachos (Naturhistorisches Museum Wien)
Wildtiere in der Kulturlandschaft – Habitatfragmentierung, Inzucht und genetische Verarmung

19:00-19:20 Florian Kunz (Universität für Bodenkultur Wien)
Nachhaltige Jagd als Konzept im modernen Wildtiermanagement

19:20-19:40 kurze Pause

19:40-20:10 Karoline Schmidt (AG Wildtiere)
Der Schütze als Schützer?

20:10-21:00 Diskussion Vortragende – Publikum

21:00-22:00 freie Diskussion mit Umtrunk


NHM Vortrag
Wissenschafter*innen des Museums und Gastvortragende präsentieren neueste Forschungsergebnisse und aktuelle Themen.
Gültige Eintrittskarte erforderlich, der Besuch des Vortrags ist frei!
Freier Eintritt für Mitglieder der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft.

Anmeldung zur persönlichen Teilnahme erforderlich.
Anmeldung zur Teilnahme via Zoom unter info@zoobot.org bis 28. März


Vortragende

Prof. Dr. Frank Zachos studierte Biologie, Wissenschaftsgeschichte und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Deutschland. Seit 2011 ist er Leiter der Säugetiersammlung am Naturhistorischen Museum Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Evolution, Systematik und Biodiversität von Huftieren, insbesondere auch die genetische Analyse von Wildtieren in der Kulturlandschaft.

Dr. Florian Kunz forscht am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft in der Wildtiergenetik, Lebensraummodellierung und an jagdwirtschaftlichen Themen. Seine Projekte wie zum Beispiel die Grundlagenstudie Auerhuhn Vorarlberg, Untersuchungen zur Verbissvermeidung oder zum Lebensraum des Rothirsches sind dabei gesellschaftsorientiert und in enger Zusammenarbeit mit PraktikerInnen. Als Experte eingebunden in Prozesse der Wildökologischen Raumplanung sowie als stellvertretender Lehrgangsleiter der Universitätslehrgangs "Jagdwirt/in" setzt Florian Kunz sich auch mit den unterschiedlichsten Belangen in der jagdlichen Bewirtschaftung auseinander.

Dr. Karoline Schmidt studierte Biologie und Humanbiologie an der Universität Wien. Nach ihrer Dissertation am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur folgten Forschungsprojekte in Schottland und Kanada. Sie ist freischaffende Wildbiologin. Ihre Interessensschwerpunkte sind Entwicklungen und Gesetzmäßigkeiten in den Wechselwirkungen zwischen Wildtier und Mensch, sowie die veränderliche Position des Jägers in der Gesellschaft.

Prof. Dr. Markus Wild ist Philosoph und Professor für theoretische Philosophie an der Universität Basel. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem in der philosophischen Anthropologie und der Tierphilosophie. „Im Abstrakten sind wir gerne bereit zu verurteilen, was wir Tieren antun. Sobald es aber um konkrete Bereiche wie Fleischproduktion, Tierversuche oder Jagd geht, ändert sich das Bild. Nun steigt unsere Bereitschaft, Mythen Glauben zu schenken, die diese Praktiken rechtfertigen. Auch die Jagd steckt voller solcher Mythen. In diesem Vortrag werde ich Jagd auf einige dieser Mythen machen.“

  
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