erster stock

Der Ausstellungsbereich im ersten Stock führt systematisch durch das Tierreich: Vom Mikrokosmos und Einzellern, Korallen und Weichtieren über Krebse, Spinnentiere und Insekten zu den Wirbeltieren – Fische, Reptilien und Amphibien, Vögel, Säugetiere.
 
Der erste Stock präsentiert den überwältigenden Artenreichtum der Tierwelt von den Einzellern bis zu den höheren Säugetieren. Bis über 200 Jahre alte Objekte sind nicht nur als Sachzeugen aus der Natur von großem Interesse: zahlreiche Stopfpräparate von bereits ausgestorbenen oder extrem bedrohten Tierarten verleihen der Sammlung auch unersetzlichen Wert.
Der erste Stock führt von den aus der Sicht des 19. Jahrhunderts „unvollkommensten Tieren“ bis zu den „vollkommensten Stufen der Evolution“, also von den Einzellern bis zu den Menschenaffen als Vertreter der Primaten.
Obwohl das systematische Konzept weitgehend beibehalten wurde, sehen wir heute in der Evolution nicht mehr die Entwicklung zur Vollkommenheit, sondern die Entwicklung zur Vielfalt.

 

Ausstattung

Die Einrichtung der Schausäle mit den aus dunklem Holz geschnitzten Vitrinen stammt zum Großteil noch aus 1889, dem Eröffnungsjahr, und geht auf die Planungen Ferdinand von Hochstetters zurück. Diese historische Präsentation ist heute weltweit fast einzigartig. Auch die Dekoration der Säle mit Groteskenmalerei – symmetrisch verschlungenes Pflanzenwerk mit fantastischen Menschen- und Tiergestalten, mit Satyrn, Kentauren und Fabelwesen, mit Köpfen, Masken und Fruchtschnüren – spiegelt die Inhalte der ausgestellten Sammlungen wider.
Das Zusammenspiel von Objekt und Ausstattung macht das Naturhistorische Museum zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk.