Sprachpartner Museum

Sprachsensible Vermittlung

Kommunikation besteht nicht nur aus Sprache, aber Sprache ist ein wichtiges Werkzeug in der Wissenschaftskommunikation. Sprache steht zwischen dem Museum und seinen Besucher*innen, sie kann verbindend sein, aber auch trennend. Wir wollen die richtige  Sprache finden für möglichst viele unserer Besucher*innen, oder vielmehr einen Weg, durch viele unterschiedliche "Sprachen" mit Ihnen/euch ins Gespräch zu kommen – ob bei Führungen und Workshops, über Texte in Ausstellungen oder mit partizipativen Stationen in den Schausälen und auf Deck 50, unserem Raum für Wissenschaftskommunikation.
In den letzten Jahren haben wir daher sprachsensible Vermittlung im NHM Wien zur Querschnittsaufgabe für alle Vermittlungsprogramme erhoben. Seit 2018 bauen wir unser Angebot an sprachsensiblen Angeboten kontinuierlich aus, adaptieren laufende Programme und gestalten neue Abläufe und Materialien.
Wichtig ist uns dabei vor allem die Sensibilisierung des Vermittlungsteams für einen bewussten Einsatz von Sprache. Dazu gibt es regelmäßig Workshops, bei denen grundlegende Tools vorgestellt werden. Gezieltes Training zur Erhöhung der Sicherheit in Kommunikationssituationen mit sprachlich heterogenen Kinder- und Jugendgruppen stehen dabei ebenso auf dem Programm wie die Reflexion des eigenen Sprachgebrauchs und bestimmter Sprachmuster, aber auch nonverbale Kommunikation. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Anregungen und Anleitungen für sprachzentrierte Vermittlungsaktivitäten.

Poesie im NHM Wien

Aber auch für Sprachliebhaber hält das NHM Wien Besonderes bereit: Lyrische Texte oder Märchen, die speziell für ausgewählte Stücke in der Schausammlung oder zu Sonderausstellungen verfasst wurden, bieten Literaturliebhaber*innen und Sprachkenner*innen einen außergewöhnlichen Zugang zu den Objekten. Der sprachliche Flirt mit kulturhistorischen Kostbarkeiten wird zum Schlüssel für genaueres Hinsehen und für alternative Sichtweisen, zum Anstoß für nicht-alltägliche Fragen und unerwartete Diskussionen. Dabei spannt sich ein dichtes Gewebe aus Worten und Wissen zwischen den Objekten, beispielsweise zwischen der berühmten Venus von Willendorf und der Venus vom Galgenberg, erzählt von möglichen Frauenschicksalen und hinterfragt unsere Vorstellungen von kulturellen Werten und Ritualen einer Jahrtausende zurückliegenden Vergangenheit.
© Nick Mangafas: © Nick Mangafas
© Nick Mangafas
© Nick Mangafas: © Nick Mangafas
© Nick Mangafas
© Nick Mangafas: © Nick Mangafas
© Nick Mangafas
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