Geschichte der Hymenoptera Sammlung


Franz Ferdinand Kohl (1851 - 1924)

Die Sammlung in ihrer gegenwärtigen Form wurde von Franz Ferdinand Kohl (1851-1924) begründet. Er begann mit einem einzigen Insektenkasten im Jahr 1885. Nach und nach vergrößerte er die Sammlung, bis sie zum Zeitpunkt, als er in emeritierte, einen ganzen Saal ausfüllte. Kohl arbeitete vor allem an Sphecidae, er hinterließ zahlreiche wichtige Monographien über diese Gruppe, wobei insbesondere sein Buch "Die Crabronen der paläarktischen Region" hervorzuheben ist.
Maidl F. (1924): Franz Friedrich Kohl. Konowia Band IV, Heft 1/2.
: Franz Ferdinand Kohl (1851-1924)
Franz Ferdinand Kohl (1851-1924)
: Franz Maidl (1887-1951)
Franz Maidl (1887-1951)


Franz Maidl (1887-1951)

Sein Nachfolger war Franz Maidl (1887-1951). Er wurde von F. F. Kohl in die Hymenopteren eingeführt und verwaltete die Sammlung von 1916-1951. In seinen frühen Jahren forschte Franz Maidl ebenfalls an Spheciden, später fokussierte er seine Forschung auf die Biologie sozialer Insekten. Sein Hauptwerk ist "Die Lebensgewohnheiten und Instinkte der staatenbildenden Insekten".
Beier M. (1953): Direktor Dr. Franz Maidl. Ann. Naturhist. Mus. Wien 59: 1-5.

Maximilian Fischer (1929-2019)

Spezialist für parasitische Wespen (Braconidae: Opiinae, Alysiinae), leitete die Sammlung 1955-1994. M. Fischer beschrieb über 1000 neue Braconiden-Arten in über 300 Publikationen.
Fischer M. (2004): From my entomological life. Proceedings of the Russian Entomological Society. St. Petersburg, 2004. Vol. 75 (1): 73-81.



Stefan Schödl (1957-2005)

Kurator der Hymenoptera-Sammlung von 1995 bis 2005, interssierte sich vor allem für die Systematik und Zoogeographie von aquatischen Käfern und von Ameisen. Er unternahm zahlreiche Sammelreisen, besonders nach Südostasien. Unter den Formiciden galt sein besonderes Interesse den orientalischen und australischen Arten der Gattung Meranoplus. Stefan Schödls bedeutendster Beitrag zur Erforschung der österreichischen Fauna war zweifellos seine Mitarbeit an der "Roten Liste der Ameisen Niederösterreichs", er sammelte jedoch ebenso intensiv Bienen und andere Aculeata. Stefan Schödl war intensiv an der Neugestaltung des Insektensaals beteiligt, wo viele seiner Ideen verwirklicht wurden. Als gewissenhafter Kurator vergrößerte er die Hymenopteren-Sammlung, insbesondere die lange Zeit unbeachtet gebliebene Ameisensammlung, in nur zehn Jahren enorm.
Zettel H. (2005): Dr. Stefan Schödl. Ann. Naturhist. Mus. Wien 106B: 5-10.

: Stefan Schödl (1957-2005)
Stefan Schödl (1957-2005)
  
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